Reismilch ist die Unkomplizierte unter den Pflanzendrinks. Sie schmeckt mild und leicht süßlich, drängt sich nirgends in den Vordergrund und passt deshalb in Müsli, Porridge oder Desserts genauso gut wie in die Grießkoch-Variante ohne Kuhmilch. Selbst gemacht ist sie kaum aufwendiger als eine Portion Reis zu kochen.
Was Reismilch ausmacht
Reis ist von Natur aus glutenfrei und gehört zu den Lebensmitteln, die am seltensten Allergien auslösen. Das macht Reismilch zu einer guten Option für Menschen, die Soja, Nüsse oder Gluten nicht vertragen. Sie ist außerdem sehr fettarm.
Ehrlicherweise muss man aber sagen: Nährstofftechnisch ist Reismilch eher schwach. Sie enthält von allen Pflanzendrinks am wenigsten Eiweiß und besteht zum Großteil aus Kohlenhydraten. Als Genussgetränk und Kochzutat ist sie wunderbar, als Hauptnährstoffquelle eignet sie sich weniger.
Wichtig: Reis und Arsen
Reis nimmt beim Wachsen aus dem Boden mehr Arsen auf als andere Getreide. Deshalb raten Fachbehörden wie das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung davon ab, Säuglingen und Kleinkindern Reisdrinks als Milchersatz zu geben. Für Erwachsene ist ein gelegentlicher Genuss unproblematisch. Mit einem einfachen Trick senkst du den Gehalt zusätzlich: Wasch den Reis gründlich und koch ihn in reichlich Wasser, das du danach abgießt – so wie Nudeln.
Zutaten für etwa 1 Liter
- 100 g Reis (Rund- oder Langkornreis, weiß oder Vollkorn – nur Risottoreis eignet sich nicht)
- reichlich Wasser zum Kochen
- 1 Liter frisches Wasser
- 1 Prise Salz
- nach Belieben: Vanille, Zimt, Kardamom und etwas Süße
Zubereitung
- Waschen: Den Reis in einem Sieb so lange unter fließendem Wasser spülen, bis das Wasser klar abläuft.
- Kochen: In einem großen Topf mit reichlich Wasser weich kochen, bis die Körner leicht zerfallen. Das dauert bei weißem Reis etwa 20 Minuten, bei Vollkornreis rund 40 Minuten. Anschließend das Kochwasser abgießen.
- Pürieren: Den gekochten Reis mit etwa einem Drittel des frischen Wassers im Mixer fein pürieren. Dann nach und nach das restliche Wasser dazugeben, bis dir die Konsistenz gefällt – manche mögen ihre Reismilch fast klar, andere lieber etwas dicker.
- Würzen: Mit einer Prise Salz und nach Belieben mit Vanille, Zimt oder Kardamom abschmecken. Wer es süß mag, süßt jetzt.
- Ruhen lassen: Alles noch einmal kurz mixen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.
- Abseihen: Durch einen Nussmilchbeutel oder ein sauberes Küchentuch filtern und gut ausdrücken.
Weißer Reis oder Vollkorn?
Vollkornreis liefert mehr Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine und schmeckt kräftiger. Die Milch wird damit allerdings etwas dickflüssiger. Weil sich Arsen vor allem in den äußeren Schichten des Korns anreichert, enthält Vollkornreis davon auch etwas mehr als weißer Reis. Umso wichtiger ist beim Vollkornreis das Kochen in viel Wasser.
Aufbewahrung
Gut verschlossen hält sich die Reismilch im Kühlschrank drei bis vier Tage. Vor der Verwendung kurz schütteln, da sich die Stärke am Boden absetzt.
Alle fünf Pflanzendrinks im Vergleich: 5 pflanzliche Milch-Alternativen – Stärken, Schwächen und Rezepte
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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Reisdrinks sind wegen ihres Arsengehalts und geringen Nährstoffgehalts nicht als Milchersatz für Säuglinge und Kleinkinder geeignet. Bei Allergien, Unverträglichkeiten oder einer dauerhaften Ernährungsumstellung sprich bitte mit deinem Arzt.
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