Hafermilch ist die heimliche Königin im Kaffeeregal: mild, leicht süßlich und wunderbar vielseitig. Das Beste daran: Du brauchst dafür nur zwei Zutaten, die du vermutlich ohnehin zu Hause hast – Haferflocken und Wasser. In wenigen Minuten steht ein Liter frische Hafermilch auf dem Tisch, und das für einen Bruchteil dessen, was du im Supermarkt zahlst.
Warum Hafermilch so beliebt ist
Hafer wächst auch bei uns in Österreich, ist also ein echtes Regionalprodukt. Er ist gut verträglich, macht dank komplexer Kohlenhydrate angenehm satt und enthält Beta-Glucan. Dieser lösliche Ballaststoff kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken, und sorgt dafür, dass der Blutzucker nach dem Essen nicht so schnell ansteigt.
Ein wichtiger Hinweis für alle mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit: Hafer enthält zwar kein klassisches Weizengluten, wird aber oft mit anderem Getreide verarbeitet. Greif in diesem Fall zu Haferflocken, die ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnet sind.
Zutaten für 1 Liter
- 80 bis 100 g zarte Haferflocken
- 1 Liter kaltes Wasser
- 1 Prise Salz
- nach Belieben: 1 bis 2 Datteln, etwas Ahornsirup, Zimt oder Vanille
Zubereitung
- Mixen: Haferflocken, kaltes Wasser und Salz in den Standmixer geben. Wer süßen möchte, gibt die Datteln oder den Sirup gleich dazu.
- Kurz halten: Nur 20 bis 30 Sekunden auf hoher Stufe mixen. Das ist der wichtigste Trick – wer zu lange mixt, bekommt eine schleimige Hafermilch.
- Abseihen: Die Mischung durch einen Nussmilchbeutel, ein sauberes Geschirrtuch oder ein sehr feines Sieb gießen. Nicht zu fest ausdrücken, sonst gelangt ebenfalls Stärke in die Milch.
- Verfeinern: Nach Geschmack mit Zimt oder Vanille abrunden und in eine saubere Glasflasche füllen.

Warme oder kalte Variante?
Manche Rezepte kochen die Haferflocken vorher kurz auf. Dadurch wird die Milch etwas süßer, weil beim Erhitzen ein Teil der Stärke aufgeschlossen wird. Der Nachteil: Die Konsistenz wird deutlich dicker und kann schnell glibberig werden. Für den Alltag empfehlen wir deshalb die kalte Methode. Wenn du es süßer und cremiger magst, probier die warme Variante mit etwas mehr Wasser aus.
Aufbewahrung
Luftdicht verschlossen hält sich selbst gemachte Hafermilch im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage. Dass sich die Milch absetzt, ist ganz normal – einfach vor dem Verwenden kräftig schütteln. Riecht sie säuerlich, gehört sie weg.
Tipps und Ideen
- Trester verwerten: Der Haferbrei, der im Tuch zurückbleibt, schmeckt wunderbar im Porridge, im Brotteig oder in Pancakes.
- Für den Kaffee: Selbst gemachte Hafermilch schäumt schlechter als Barista-Produkte aus dem Handel, schmeckt im Kaffee aber trotzdem herrlich.
- Nährstoffe beachten: Anders als viele gekaufte Hafer-Drinks ist die selbst gemachte Variante nicht mit Calcium oder Vitaminen angereichert.
Alle fünf Pflanzendrinks im Vergleich: 5 pflanzliche Milch-Alternativen – Stärken, Schwächen und Rezepte
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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Selbst gemachte Pflanzendrinks enthalten deutlich weniger Calcium und Vitamine als Kuhmilch oder angereicherte Produkte und sind kein Milchersatz für Säuglinge und Kleinkinder. Bei Allergien, Unverträglichkeiten wie Zöliakie oder einer dauerhaften Ernährungsumstellung sprich bitte mit deinem Arzt.
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