Mandelmilch hat einen ganz eigenen Charme: fein nussig, leicht süßlich und herrlich cremig. Gekauft ist sie oft gar nicht so mandelig, wie man denkt – viele Produkte enthalten nur wenige Prozent Mandeln, dafür Zucker und Verdickungsmittel. Selbst gemacht weißt du genau, was drin ist. Und ehrlich: Viel mehr als einweichen, mixen und abseihen ist es nicht.
Was Mandelmilch zu bieten hat
Mandeln sind kleine Kraftpakete. Sie liefern Vitamin E, Magnesium, Calcium und reichlich Ballaststoffe. Ihr Fett besteht zum Großteil aus einfach ungesättigten Fettsäuren – ähnlich wie beim Olivenöl. Ungesüßte Mandelmilch gehört außerdem zu den kalorienärmsten Pflanzendrinks. Ihr nussiges Aroma macht sie zum Liebling fürs Backen, für Porridge und Smoothies.
Was du wissen solltest: Mandelmilch enthält deutlich weniger Eiweiß als Kuhmilch. Und obwohl Mandeln botanisch Steinfrüchte sind, reagieren viele Menschen mit Nussallergie auch auf sie. Bei einer Allergie also bitte Vorsicht.
Zutaten für 1 Liter
- 150 bis 250 g Mandeln (je mehr, desto cremiger), am besten in Bio-Qualität
- Wasser zum Einweichen
- 1 Liter frisches Wasser
- 1 Prise Salz
- nach Belieben: 1 bis 2 Datteln, Agavendicksaft oder Vanille
Zubereitung
- Einweichen: Die Mandeln mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 8 bis 12 Stunden quellen lassen, am einfachsten über Nacht. Dadurch werden sie weich, und dein Mixer tut sich leichter.
- Abgießen: Das Einweichwasser wegschütten und die Mandeln kurz abspülen.
- Mixen: Mandeln mit einem Liter frischem Wasser und einer Prise Salz in den Mixer geben und ein bis zwei Minuten auf höchster Stufe pürieren, bis eine milchige Flüssigkeit entsteht.
- Abseihen: Durch einen Nussmilchbeutel oder ein sauberes Geschirrtuch gießen und gut ausdrücken.
- Verfeinern: Wer mag, mixt zum Schluss Datteln, etwas Agavendicksaft oder Vanille unter.

Der Geschmacks-Trick: kurz anrösten
Wenn du die Mandeln vor dem Einweichen ein paar Minuten ohne Fett in der Pfanne anröstest, bekommt deine Milch ein besonders tiefes, fast karamelliges Aroma. Einfach so lange rösten, bis sie zu duften beginnen – dann abkühlen lassen und wie gewohnt einweichen.
Aufbewahrung
In einer gut verschlossenen Glasflasche hält sich die Mandelmilch im Kühlschrank drei bis vier Tage. Sie trennt sich beim Stehen – das ist ganz normal. Vor dem Trinken einfach kräftig schütteln.
Tipps und Varianten
- Trester verwerten: Das Mandelmus, das im Tuch zurückbleibt, ist viel zu schade für den Müll. Es passt in Kuchen, Energiekugeln, Müsli oder getrocknet als Mandelmehl-Ersatz.
- Andere Nüsse: Nach demselben Prinzip gelingt auch Milch aus Cashews oder Haselnüssen. Cashews müssen übrigens nur etwa vier Stunden einweichen und brauchen oft nicht einmal abgeseiht zu werden.
- Bewusst einkaufen: Der Mandelanbau braucht viel Wasser. Wer kann, greift zu Mandeln aus Europa, etwa aus Spanien oder Italien, in Bio-Qualität.
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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Selbst gemachte Pflanzendrinks enthalten deutlich weniger Calcium, Eiweiß und Vitamine als Kuhmilch oder angereicherte Produkte und sind kein Milchersatz für Säuglinge und Kleinkinder. Bei einer Nussallergie oder anderen Unverträglichkeiten sprich bitte vorher mit deinem Arzt.
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