Ein cremiges Curry, eine wärmende Kürbissuppe oder ein exotischer Milchreis: Kokosmilch verwandelt viele Gerichte in echte Wohlfühlessen. In Südostasien und Indien ist sie seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Küche. Kein Wunder, dass die Kokospalme im Sanskrit „kalpa vriksha“ genannt wird, der Baum, der alles zum Leben Notwendige gibt. Das Schöne: Für selbst gemachte Kokosmilch brauchst du keine frische Kokosnuss, sondern nur Kokosraspeln aus dem Backregal.
Zwei Arten von Kokosmilch
Im Supermarkt begegnen dir zwei ganz unterschiedliche Produkte. Die klassische Kokosmilch aus der Dose wird aus dem gepressten Fruchtfleisch gewonnen. Sie ist fettreich, herrlich cremig und ideal zum Kochen. Der Kokosdrink aus dem Kühlregal ist dagegen stark mit Wasser verdünnt und oft gesüßt – er ist eher zum Trinken gedacht. Die selbst gemachte Variante liegt irgendwo dazwischen, je nachdem, wie viel Wasser du verwendest.
Was in Kokosmilch steckt
Kokos liefert Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Mangan. Den Großteil ihrer Kalorien bezieht Kokosmilch aber aus Fett, und zwar überwiegend aus gesättigten Fettsäuren wie der Laurinsäure. Um die Laurinsäure ranken sich viele Gesundheitsversprechen, wissenschaftlich gut belegt sind die meisten davon nicht. Am besten genießt du Kokosmilch deshalb als das, was sie ist: eine wunderbar aromatische Kochzutat, die in einer ausgewogenen Ernährung ihren Platz hat. Eiweiß liefert sie übrigens kaum.
Zutaten
- 1 Tasse ungesüßte Kokosraspeln (etwa 100 g), am besten in Bio-Qualität und aus fairem Handel
- 2 Tassen heißes Wasser (etwa 500 ml)
- nach Belieben: etwas Vanille
Die Faustregel lautet: ein Teil Kokosraspeln auf zwei Teile Wasser. Für eine dünnere Trink-Variante nimmst du einfach mehr Wasser.
Zubereitung
- Wasser erhitzen: Das Wasser zum Kochen bringen und kurz vom Herd nehmen.
- Quellen lassen: Die Kokosraspeln in einen hitzebeständigen Mixbecher geben, das heiße Wasser darübergießen, vorsichtig umrühren und etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
- Mixen: Ein bis zwei Minuten auf hoher Stufe pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. Achtung bei heißen Flüssigkeiten: Den Deckel gut festhalten und mit niedriger Stufe beginnen.
- Abseihen: Die Masse durch ein feines Sieb oder einen Nussmilchbeutel in eine Schüssel gießen und mit einem Löffel oder den Händen so viel Flüssigkeit wie möglich herauspressen.
- Verfeinern: Wer mag, rundet die Kokosmilch mit etwas Vanille ab.
Aufbewahrung
Frische Kokosmilch schmeckt am besten sofort. Im Kühlschrank hält sie sich ein bis zwei Tage. Wundere dich nicht, wenn sich oben eine feste Schicht bildet – das ist das Kokosfett, das bei Kälte fest wird. Einfach kurz erwärmen oder durchrühren. Kokosmilch lässt sich außerdem gut einfrieren, zum Beispiel portionsweise in einer Eiswürfelform für das nächste Curry.
Tipps
- Trester verwerten: Die ausgepressten Kokosraspeln kannst du im Müsli, in Energiekugeln oder in Keksteig weiterverwenden. Im Backrohr bei niedriger Temperatur getrocknet, werden sie zu Kokosmehl.
- Extra cremig: Für eine besonders gehaltvolle Kochmilch nimmst du nur 1,5 statt 2 Tassen Wasser.
- Für den Kaffee: Pur ist Kokosmilch im Kaffee Geschmackssache. Mit Hafermilch gemischt wird sie zu einem feinen, leicht exotischen Milchersatz.
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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Selbst gemachte Pflanzendrinks enthalten deutlich weniger Calcium, Eiweiß und Vitamine als Kuhmilch oder angereicherte Produkte und sind kein Milchersatz für Säuglinge und Kleinkinder. Bei Allergien, Unverträglichkeiten oder erhöhten Blutfettwerten sprich bitte mit deinem Arzt.
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